Begriffsdenker

Wörterdenker

Streit

Begriffsstreit

Streit höchstens um die Fragen und Antworten zum Wort.

Bemühung

Die Person bemüht sich, den Begriff zu bestimmen, zu formen, umzuformen.

Fragen und Antworten finden.

Hilfe für die Äußerungen

Die Person hat mit den Begriffen Werkzeuge, um sich zu äußern.

Die Wörter können im ungenauen Sinne genutzt werden, die Wörter bleiben also, der Vorteil der Begriffsdenker schwindet, nur wird nicht an den Begriffen gezimmert.

Verstehen

Eine Äußerung, ein Wort, ein Satz kann richtig oder falsch verstanden werden.

Hier geht es zu den Fragen und Antworten, zudem zu der Stellen, bei denen das Wort bei der Person hergestellt wurde.

Lernen

Es werden immer mehr Bedeutungen zu Sachen gesagt, diese können gelernt werden. Je mehr Wörter die Person hat, um so besser kann sie aus der Begriffssammlung heraus ihre Meinung äußern.

Das Herstellen der Fragen und Antworten muss gelernt werden.

Einfachheit

Jeder kann die Bedeutungen in Wörterbüchern nachschauen gehen, das ist einfach.

Hier kann auch bei den Wörterbüchern angefangen werden, aber es muss jeweils viel mehr getan werden.

Meinungsstreit

Der eine beharrt auf der einen Bedeutung, der andere auf einer anderen.

Hier interessieren keine Bedeutungen, sondern es wird davon ausgegangen, dass derjenige, der etwas Bestimmtes erlebt hat, und dazu Wörter gefunden hat, mit diesen mit einem anderen gut sprechen kann, der dasselbe oder etwas Ähnliches erlebt hat.

Fixierung

Je interessierter eine Person ist, um so mehr Bedeutungen kann sie zu einem Wort angeben und verstehen. Sie legt sich auf diese fest.

Der Wörterdenker fixiert Wörter nicht, ihn interessiert, wo ein Wort erstmals entstand.

Zwei Personen geraten in Streit, wenn sie ein bestimmtes Wort benutzen.

Weil jeder der Begriffsdenker das Wort mit anderem fixiert hat, kommt diese Fixierung im Streit zum Vorschein. Je mehr Fixierung es gibt, um so mehr Streit.

Der Wörterdenker fragt sich, wie der andere zu dem Wort kam, das er benutzt, wann und wie er es benutzt, welche Kraft es für ihn hat. Wie er dieses Wort jeden Tag sozusagen nährt.

Zahl der Begriffe, Wörter

Für jede Kombination von grundverschiedenen Sachen wird ein Begriff gedacht, so dass allein die vielen Kombinationsmöglichkeiten viele Begriffe verursachen müssen. Darauf folgt, dass die Person sehr viele Begriffe handhaben muss. Analog dazu wäre ein Chemiker zu denken, der immer nur Moleküle handhaben soll, ohne irgend etwas zu den Atomen sagen zu dürfen.

Wer dieses Denkens fähig ist, erkennt die kombinierten Sachen mitsamt den Begriffen, die dazu gedacht werden sollen. Deswegen kann er diese nicht genau denken, und er braucht sich auch nicht mehr dazu zu bemühen. Er weiß, dass ihnen insbesondere bei den Begriffsdenkern ein Sollen gegenüber steht, wobei jede Person ein anderes Sollen vorgibt. Und auch wenn er die Kombinationen zerlegen kann, braucht er die entsprechenden Wörter nicht so genau zu nehmen. Weil der Wörterdenker die Ungenauigkeit überall einschätzen kann, kümmert er dich nicht um die Definitionen, wenn die Zeit für diese noch nicht reif ist, sondern er sieht auch mit ungenau gedachten Wörtern mehr Erfolge als die Erfolge, welche die Begriffsdenker vorschlagen.

Bewertung

Ein Begriffsdenker ist oft dabei, jede Sache positiv oder negativ zu bewerten, objektiv oder subjektiv. Er polarisiert die Begriffe zwar nur im Extremfall, nur ungerne denkt er wo sie herkommen.

Der Wörterdenker denkt beim Wort nicht nur dieses, sondern er denkt auch das Vorher und das Nachher. Und dieses müsste er dann auch bewerten, wie es der Begriffsdenker tut. Das kann er nicht, weil er schon mehr zu denken hat, als der Begriffsdenker und Begriffsklärer, der obsessiv an der Begriffsbestimmung arbeitet.

Meinung

Jeder Begriffsdenker ist geneigt, seine eigenen Begriffe zu denken zu geben, sich selbst und anderen, teilweise wählt er aus den bestehenden aus, so wie von einem Wühltisch. Die Intellektuellen konstruieren statt dessen, und bauen sich ihre Begriffe aus, damit sie irgend welchen Kriterien genügen, so kommen sie bei anderen Personen auch gut an. Die Meinungsbildung fußt gerade auch auf den ihr zu Grunde liegenden Bausteinen, den Begriffen.

Der Wörterdenker kann keine Meinung haben, er kann das Denken anderer eventuell nachvollziehen, mehr nicht.

Opportunismus / Minderung der kognitiven Dissonanz

Weil die Zahl der Begriffe groß ist, ist die Gefahr für den Begriffsdenker groß, opportunistisch zu denken.

Der Wörterdenker kann die vielen Bedeutungen und Begriffe nicht ernst nehmen, deswegen unterliegt er nicht der entsprechenden Spannung, er muss sich damit beschäftigen, die Ursachen des Sollens zu finden, mitsamt dem, was zu den Wörtern führt. Das ist auch kompliziert, aber die Komplexität ist in einem anderen Bereich.

Subjektivität / Objektivität

Obwohl Begriffe scheinbar aus der Sprache genommen werden, entstanden sie doch zuerst bei Personen. Objektivität gibt es für den Begriffsdenker wie Subjektivität.

Die Frage stellt sich nicht so recht. Eine Person ist vor einer Situation, ihrer Situation, und darauf folgen die Sätze. Wenn eine andere Person auch vor der Situation ist, wird die Person dadurch weder subjektiver noch objektiver.